Kundenhilfe: Sommer Pro+ stoppt nach kurzer Fahrt: Lernfahrt richtig prüfen – Bäckerei Bingen, Wareneingang
Einsatzort: Bäckerei, Bingen, Wareneingang. Anlage: Garagentor oder Schiebetor, Sommer, Base+/Pro+. Gemeldet: Lernfahrt/Endlage. Am Ende war die Ursache: Kette/Zahnriemen zu lose.
Checkliste für den Betreiber
- Lernfahrt nur starten, wenn der Laufweg frei und mechanisch in Ordnung ist.
- Bei schiefem Tor keine neue Endlage speichern.
- Vor dem Löschen alter Werte Typenschild und Einstellungen sichern.
Checkliste für die Messung
| Prüfung | Sollwert / Normalzustand | Gemessen im Fall | Schluss daraus |
|---|---|---|---|
| Mechanischer Laufweg | frei über gesamten Weg | frei nach Reinigung | Lernfahrt darf erst danach starten |
| Endlage AUF/ZU | plausibel, nicht auf Anschlag | ZU zu tief gespeichert | Endlage verursacht Folgefehler |
| Laufzeitreserve | größer als tatsächliche Fahrzeit | zu knapp | Laufzeit/Endlage neu einlernen |
| Referenzfahrt | ohne Stopp | nach Neueinstellung sauber | Programmierung war Ursache |
Gefundene Ursache
Die Anlage zeigte das Verhalten nicht zufällig. Die gemessenen Werte passten zu Kette/Zahnriemen zu lose.
Reparaturschritte
- Mechanik vor der Programmierung freigemacht
- Endlage nicht auf Anschlag gespeichert
- Lernfahrt vollständig durchgeführt
- Sicherheitsfunktionen danach getestet
Freigabe nach dem Einsatz
- Lernfahrt vollständig durchführen
- Endlage nicht auf mechanischen Anschlag speichern
- Laufzeitreserve kontrollieren
Freigegeben wurde erst nach mehreren Fahrten in beide Richtungen und nach Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen.
Teile, die zu diesem Fall passen
- Magnet
- Endschalter
- Zahnriemen/Kette
- Lichtschranke
- Steuerplatine
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SOMMER Antrieb mit korrektem Laufweg einlernen
Schicken Sie im Zweifel lieber ein Foto mehr: Typenschild, Steuerung, Sensor und Schadenstelle.
FAQ
Ist bei „Lernfahrt/Endlage“ automatisch die Steuerung defekt?
Nein. In diesem Fall zeigte die Messung auf Kette/Zahnriemen zu lose. Eine Steuerung wird erst verdächtig, wenn Eingang, Leitung, Sensor und Versorgung sauber geprüft sind.
Was kann ich als Betreiber gefahrlos selbst prüfen?
Prüfen Sie den Torbereich, sichtbare Hindernisse, saubere Sensorflächen und ob ein Not-Halt gedrückt ist. Schaltschrank, Federn, Seile, Hydraulik und 400-V-Anschlüsse gehören nicht in Eigenarbeit.
Welcher Messwert war hier am wichtigsten?
Entscheidend war „Mechanischer Laufweg“: Sollwert frei über gesamten Weg, gemessen frei nach Reinigung. Damit ließ sich der Fehlerbereich deutlich eingrenzen.
Warum reicht ein Reset meistens nicht?
Ein Reset löscht höchstens die Meldung. Wenn die Ursache weiter vorhanden ist, kommt der Fehler wieder oder die Anlage läuft mit erhöhtem Risiko.
Welche Ersatzteile kommen bei diesem Fehlerbild realistisch infrage?
Realistisch sind nur Teile aus dem gemessenen Fehlerbereich: Magnet, Endschalter, Zahnriemen/Kette und Lichtschranke. Ohne Typenschild, Foto und Messwert ist die Trefferquote schlechter.
Muss nach der Reparatur neu eingelernt oder programmiert werden?
Nur wenn Endlagen, Lernfahrt, Funkzuordnung, Relaislogik oder Sicherheitsparameter betroffen waren. Bei diesem Fall wurden die relevanten Funktionen nach der Reparatur getestet und nicht blind verstellt.
Wann sollte die Anlage gesperrt werden?
Sperren Sie die Anlage, wenn das Tor schief steht, Seile/Federn beschädigt sind, Öl austritt, Sicherheitsmeldungen wiederkommen oder die Anlage nur durch Überbrücken laufen würde.






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